Montag, 12. Juni 2017

Träume, Teil 3? Oder 4? Oder doch erst 2?

Ich hatte heute einen Traum. Gut, das an sich ist nicht so ungewöhnlich. Ungewöhnlich ist, dass es mal kein Alptraum war. Ich habe geträumt, wie ich früher zur Schule gelaufen bin, damals, in der 10B.

Wir waren immer 4 oder 5 Leute, die aus der gleichen Ecke des Ghettos kamen, und irgendwie waren wir auch sowas wie Freunde. Justina, zwei Adam (oder schreibt man Adams, wenn es zwei sind?) und ich. Da wir auch alle geraucht haben, treffen wir uns im Park vor der Schule und haben noch eine geraucht, eher es in die Schule ging. Damals, mit 15, Voll illegal und so, ich bad boy. Also im Traum war nur diese Szene, wie wir da stehen und rauchen, und irgendwas erzählen. Mehr nicht. Bzw. an mehr kann ich mich nicht erinnern.

Warum ich diesen Beitrag schreibe, ist, weil ich heute morgen beim Kaffee darüber nachgedacht habe. Mal so eine schwachsinnige Idee;
Was wäre, wenn ich jetzt noch mal 15 wäre, aber das Wissen von heute hätte?
Also alles was ich in den jetzt 13 Jahren erlebt, und dazugelernt habe, was könnte ich mit dem Wissen anstellen?

Klar, Geld machen. Alleine schon die Fußballspiele, da erst mal wetten. Und Aktien! Da hatte ich mich aber erst mal noch reinlesen müssen, so viel Ahnung habe ich nicht davon.
Aber was täte ich auch meinen Leben? Würde alles noch mal so verlaufen, wie es heute ist? Würde ich wieder zur Bundeswehr gehen, oder doch für Studium entscheiden? Schwer auszudenken, was wohl wäre. Ist auch nicht so wichtig. Im Grunde ist alles ganz okay verlaufen. Klar, Einiges richtig mies, aber das alles brachte mich am Ende nach Düsseldorf, ist doch auch mal was Gutes. 

Will ich es überhaupt wissen, wie man leben verlaufen wäre, hätte ich mich einige Male anders entschieden?
Letztendlich sind Erfahrung das, was uns Form, und zu dem machen, was wir sind. Und ich glaube, ich liege richtig, wenn ich sage, dass ich doch einigermaßen gut geworden bin. Oder? Oder? ODER???

Mittwoch, 7. Juni 2017

Die Ambivalenz des Ego

Die Sache mit dem Ego... Das ist bei mir echt ein schwieriges Thema.

Blicken wir zuerst in die Vergangenheit. Damals, als ich noch ein junger, unverbrauchter Bub war, da hielt sich mein Selbstbewusstsein in Grenzen. 9.-10. Klasse. Ich war das, was man heute einen Lauch nennt. Blass, schmächtig. Hinzu kam auch noch, dass ich der deutschen Sprache nicht so mächtig war, wie heute.
(Ja, eigentlich kann ich auch fast perfekt schreiben, aber nur, wenn es wichtig ist. Hier im Blog kommen öfter Fehler vor, weil ich selbst die Beiträge nicht noch mal lese, nachdem ich diese geschrieben habe. Sonst würde ich alles noch mal umschreiben, wenn mir beim Korrektur lesen etwas nicht gefällt. Aber ich schweife ab)
Also hat das alles nicht gerade zu einem hohen Selbstwertgefühl beigetragen.

Dann kam die Bundeswehr. Inzwischen konnte ich schon viel besser deutsch reden.  Erste Erfahrungen mit Frauen gemacht. Und damals sah ich schon um einiges besser aus, als in der Schule. Sogar bisschen Muskeln aufgebaut. Da fing es an, mit dem Ego hochzugehen. Aber so steil wie es auch ging, so schnell fiel ich auch wieder. Die ersten Enttäuschungen gehabt, die ersten Male Körbe bekommen.

Aber die Zeiten, in denen mein Selbstbewusstsein sich auf einem gesunden Level hielt, überwogen.

Ich erwähne den gesunden Level deswegen, weil wir nun in der Gegenwart sind. Man kann mir nachsagen, dass ich arrogant bin. Dass mein Ego zu groß wäre. Und wisst ihr was? Das stimmt.

Und wenn ich auf die letzten Wochen zurückblicke, habe ich jeglichen Grund, dass mein Ego fast so groß ist, wie mein Penis.

Ich will nicht sagen, dass ich der beste Mann der Welt bin, oder dass ich perfekt bin. Nein, das bin ich nicht. Aber wenn ich auf die Frauen blicke, welche ich dieses Jahr, ehm... kennengelernt habe, muss schon was dran sein, dass ich ein ziemlich geiler Typ bin. Jede der Frauen war mindestens eine 10. Eine schöner als die andere. Und sie wollten mich kennenlernen. Und wenn es nur bei einem Treffen blieb, dann lag es an mir. Selten, dass die Dame sagt, dass sie nicht will.
Na gut, kleiner Wermutstropfen; für eine Beziehung hat es nie gereicht. Aber das ist okay, wo keine Gefühle sind, kann man keine erzwingen. Mir reicht zu wissen, dass die Damen mich kennenlernen wollten. Das impliziert nämlich Folgendes: ich bin nicht hässlich, und da meist auch ein zweites Treffen drin war, bin ich auch nicht so beschissen.
Und im Bett bin ich wohl auch nicht so schlecht, schließlich melden sich einige Damen immer noch, nur um sich dafür zu treffen.

Also ja, habe wohl allen Grund, sehr selbstbewusst zu sein.

Aber da ist ja die im Titel erwähnte Ambivalenz. An manchen Tagen ist mein Ego nicht wirklich vorhanden. Ich fühle mich ja fast minderwertig. Das kommt nach solchen Misserfolgen, wie letztens der einen Frau wegen. Aber das Gute ist, das hält nicht lange an, und schon wenig später bin ich wieder der King mit dem Ding.

- Anmerkung der Redaktion;
Zu Beginn sollte sich dieser Beitrag in eine ganz andere Richtung entwickeln. Egal. :D